55-365


“Nicht die Dornen einer Rose sind es,
die verletzen.
Sie liegen nur in ihrer Natur,
mit der sie sich zu schützen versucht.
Nicht die Dornen sind es,
die unerwartet treffen,
wenn man sich auf den Duft einlässt
auf die Sachtheit der zarten Blütenblätter.
Es ist die eigene Haut,
der Kuppen der Finger, die sie ertasten,
fassen, oder gar zu knicken versuchen,
die ungeschützt erfährt, dass selbst die Natur
einer Rose sich wehrt,
nicht gänzlich wehrlos überlebt.
Wenn der Mensch sich einlässt mit seiner Sehnsucht,
auf den Duft, die Nähe und die Berührung der Rose
und seinem Genuss, sie zu besitzen, ganz und gar.
Auf den Samt ihrer sich langsam und peu à peu öffnenden
und sich Blick und Berührung ergebenden Blätter, seidengleich,
jeder, jeder Berührung, die sie zu ergründen, zu öffnen, zu beherrschen, zu halten versucht. “

Rose

About Liz Collet

Photographer, Author, Foodstylist, Jurist
This entry was posted in Rose and tagged , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s